MIETNEBENKOSTEN: TEUERUNG LEGT WEITER ZU
MIETNEBENKOSTEN: TEUERUNG LEGT WEITER ZU

Zu den wichtigsten Mietnebenkosten zählen Heizungs- und Warmwasserkosten, weil sie in der Nebenkostenabrechnung am stärksten ins Gewicht fallen. Da die aktuellen Heizöl- und Gaspreise seit dem Ukraine-Krieg in die Höhe schnellen, fürchten sich viele vor den hohen Nebenkosten. Doch was heisst das konkret und welche Limiten setzt das Mietrecht.

Das Mietrecht 
Klar ist, die steigenden Preise für Öl und Gas werden die Nebenkosten von Mieterinnen deutlich in die Höhe treiben. Doch das Mietrecht setzt andernorts auch Grenzen. Im Gegensatz zu Büro- und Geschäftsmieten, welche an den Index der Teuerung gekoppelt sind, gelten bei Wohnungsmieten andere Richtlinien. So sind aufgrund der gesetzlichen Regelung bei einer Weiterverrechnung nur rund 40 Prozent der generellen Teuerung erlaubt plus eine kantonal unterschiedliche Pauschale für allgemeine Kostensteigerungen. Jedoch können nur jene Vermieter eine Erhöhung gemäss Referenzzins durchsetzen, welche in der Vergangenheit auch die Zinssenkungen weitergegeben haben.

Mit welchen Aufschlägen ist zu rechnen?
Welche Aufschläge der Nebenkosten letztlich auf Mieterinnen zukommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: etwa mit welchem Energieträger geheizt wird und wie gut das Gebäude isoliert ist. Gemäss unserer Einschätzung können Nebenkosten, übers ganze Jahr gerechnet, in etwa mehrere Hundert Franken aufschlagen. Aber bei einer Liegenschaft mit Wärmepumpe auch nur marginal zulegen.

Empfehlung: Akontozahlungen erhöhen
Meistens werden Mieterinnen zu monatlichen Akontobeträgen an die Heiz- und Nebenkosten verpflichtet. Dies bedingt, dass der Vermieter einmal jährlich eine Abrechnung erstellt, oft im Sommer. Wegen der verzögerten Abrechnung müssen sich Mieterinnen im Klaren sein, dass sie bei der nächsten Schlussabrechnung allenfalls einen grösseren Betrag nachschiessen müssen. Die allgemeine Empfehlung lautet daher, die monatlichen Akontozahlungen bereits jetzt zu erhöhen.

Spartipps im Haushalt
Sie ahnen es bereits: Heizung runterdrehen und kochen mit Deckel. Lichter löschen und Geräte richtig abschalten. Duschen statt Baden. Bereits kleine Einsparungen im Haushalt können Grosses bewirken. Denn bei über 3,9 Millionen Privathaushalten in der Schweiz ist das Energiesparpotenzial enorm. Weitere Empfehlungen wie Sie noch mehr Ressourcen und Geld einsparen, finden Sie auf www.nicht-verschwenden.ch.

20.10.2022